Schréder - Nachhaltigkeitsbericht 2022

Vorwort unseres CEO Together for our Future: für eine nachhaltige Zukunft verantwortungsbewusst handeln. Rückblick auf das Jahr 2022 … 2022 war ein durch und durch besonderes Jahr. Das Ende der zweijährigen Pandemie löste eine weltweite Lieferkettenkrise aus. Seit Februar 2022 sehen wir uns mit einem Krieg in Europa konfrontiert, in der Ukraine, einem Land, in dem wir einen unserer Produktionsstandorte mit über 300 Mitarbeitenden betreiben und das in der Nähe einiger unserer wichtigsten Märkte liegt. Der Krieg führte zu enormen menschlichen Tragödien, offenbarte jedoch auch die Stärke einer Nation, die in der Verteidigung ihres Landes geeint ist. Unser ukrainisches Team hat trotz der schwierigen Situation sein Engagement für unsere Kund*innen unter Beweis gestellt. Der Krieg hatte auch eine noch nie dagewesene Energiekrise zur Folge, die in vielen unserer Absatzgebiete zu einer massiven In ation führte. Wir schlossen das Jahr mit unserem bisher höchsten Umsatz von mehr als 500 Millionen Euro ab und konnten in den meisten Regionen, in denen Schréder

vertreten ist, ein gesundes Wachstum verzeichnen. Unser Ergebnis blieb solide, wurde aber durch höhere Komponentenkosten belastet, die nicht vollständig durch Preiserhöhungen kompensiert werden konnten. Es war ein schwieriges und sehr herausforderndes Jahr für unsere Mitarbeitenden. Die Lieferkettenkrise sorgte für viel zusätzliche Arbeit, um unsere Kund*innen weiterhin gut bedienen zu können. Oft war es sehr schwierig, die notwendigen Komponenten zu beschaffen, um rechtzeitig zu liefern oder neu entwickelte Plattformen einzuführen. Dennoch ist es uns gelungen, mehr als acht spannende neue Leuchtenplattformen sowie die ganz neuen intelligenten Leuchtensteuerungen der Produktreihe Owlet IV auf den Markt zu bringen und unsere Schréder EXEDRA Plattform weiter zu verbessern, mit der Leuchten und andere IoT-Geräte (Internet der Dinge) miteinander vernetzt werden. Im Bereich der Nachhaltigkeit haben wir den Ecovadis Gold Status erreicht. Es wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, dass unsere Lieferkette den Standards und Best Practices der Responsible Business Alliance (RBA) in Bezug auf Menschenrechte und Umweltschutz entspricht. Wir haben unsere CO 2 -Bilanz weiter verbessert und liegen nun um 33 Prozent unter unserem Ausgangswert von 2018 in Bezug auf die CO 2 -Emissionen pro verkauftem Lumen. Gemeinsam mit der belgischen König-Baudouin-Stiftung haben wir den Schréder Together Fund ins Leben gerufen und die ersten fünf Projekte umgesetzt. Diese wirken sich sehr positiv auf die Gesellschaften sowie auf die Städte und Kommunen aus, in denen wir tätig sind.

Unser erster Nachhaltigkeitsbericht, der auf den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) basiert, wurde in Belgien außerdem als bester erstmaliger Nachhaltigkeitsbericht und als der Nachhaltigkeitsbericht ausgezeichnet, der am besten an die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 anknüpft. Wir begreifen dies als ermutigendes Zeichen dafür, unsere Arbeit auf dem Weg zur Nachhaltigkeit fortzusetzen. Ausblick auf die Zukunft … Anfang 2023 herrscht eine gewisse Unsicherheit, was die nahe Zukunft bringen wird. Werden höhere Energiekosten die Umstellung auf LED-Beleuchtungslösungen beschleunigen, um Energiekosten zu senken und die CO 2 -Bilanz zu verbessern? Oder wird eine höhere Inflation zu einer leichten oder schweren Rezession führen, die sich auf die Budgets und Ausgaben unserer Kund*innen auswirkt und die Umstellung auf die LED- Technologie verlangsamt? Aufgrund der Rückmeldungen unserer Kund*innen und des Marktes sind wir vorsichtig optimistisch und werden den Markt in den kommenden Monaten genau beobachten. Auf lange Sicht sind wir nach wie vor sehr positiv gestimmt. Höhere Energiepreise werden die Umstellung auf LED-Beleuchtungslösungen beschleunigen, da es künftig noch attraktiver sein wird, alte HID- und LED- Leuchten durch neue, energieeffizientere LED-Leuchten zu ersetzen. Gleichzeitig haben höhere Energiekosten eine Debatte über das Dimmen der Beleuchtung bei Nacht ausgelöst. Energiesparen durch Dimmen der Beleuchtung liegt allen am Herzen, solange dadurch nicht die Sicherheit und der Komfort der Bewohner*innen beeinträchtigt werden. Dies führt zu einer höheren Nachfrage nach intelligenten, vernetzten Leuchten, die adaptive Beleuchtungskonzepte unterstützen, bei denen die Helligkeit ausgehend von der Anwesenheit von Personen, von der Verkehrsdichte und den Witterungsbedingungen angepasst wird.

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